Wir grippieren oder Der Typus „Leiden“ in der Brutschaft

Wir grippieren. Genau wie die eingebildete Hälfte der Menschheit.
Natürlich ziehen hier alle mit. Pack hält zusammen, is klar!
Nur der Mann…der ist wieder generalimmun. Schieben wir das erstmal auf den Dauerkontakt zu infektiösen Individuen. Beruflich, versteht sich.

MännerGrippe, nebst epischen Leidensbekundungen, bleiben also erspart. Halleluja!!
Und jetzt sag‘ ich Euch was…
KRANKE KINDER SIND NIX BESSER!!!

Der Grundton „Nölen und Kreischen“ ist ja schon Alltagsgeschäft. Da rege ich mich nicht mehr auf, sondern perforiere meine Trommelfelle oder ziehe wahlweise schreckliche Musik auf.

Grippale Zöglinge kennen mehrere Arten epischen Habitus‘ bei grippaler Erkrankung.

Hier meine Top3.

Typ 1:
Der gemeine Schläfer

Beim ersten Anflug körperlicher Schwäche, zieht eine Weinerlichkeit sondergleichen auf. Schaut man sie schief an… ZACK!!!! SirenenTon und Schleusenöffnung. Kaum zu beruhigen und in Kombination mit größeren Geschwistern, die Bemutterung mit Piesacken verwechseln, zu nichts zu gebrauchen.
Mit Glück trollen sich eben jene Leidensheuler von allein in die Koje. Ansonsten steckt man sie schleunigst in jene.
Einschlafen binnen Sekunden ist fast garantiert.
ProTipp: Liegen lassen. Abwarten. Meist gesundet der Schläfer in 12Stunden Schlaf und/oder sind zu ertragen.

Typ 2:
Der Affe

Der Affe ist meist zwischen KleinKind und Vorschule anzutreffen.
Sie leiden tapfer bis lautstark. Schnoddern in Würde oder erbrechen auf’s Parkett.
Eins haben sie allerdings gemein. Klammern!!! Sie klammern!!! Überall!!
Sobald der Affe kränkelt, hat das Muttertier verloren. Hausputz? Vergiss es!! Ein geruhsamer Gang zur Toilette? Keine Chance!!
Der Affe ist schließlich krank und will uneingeschränkte Zuwendung und Körperkontakt! Ins Bett stecken? Mutterseelenalleine?? Nicht daran zu denken!

So wohnte ich bereits schon einmal 3Tage mit einem 39°C Äffchen im Bett. Der entwickelte Blasenhochstand war eine wirkliche Freude.

Typ 3:
Das DiskuTier

Das DiskuTier ist nie wirklich krank. Das DiskuTier hat höchstens mal 3Tage einen Reizhusten oder einen Schnupfen. Die KörperKernTemperatur knackte noch nie die 37,8°C. Das DiskuTier lag noch nie matschig in der Ecke und jammerte.
Und das ist der Knackpunkt.
Alle sind krank und dürfen daheim bleiben. Das DiskuTier muss weiter zur Schule.
Jetzt kommt Bewegung in die Sache.
Es wird markiert. Gehüstelt. 18x in 1Stunde Temperatur gemessen. Jeder Anstieg um 0,1°C gefeiert. Geröchelt und diskutiert. 37°C sind natürlich schwerstes Fieber. Dass das DiskuTier aber gerade wie ein Irrer durch die Welt gerannt ist, ist natürlich kein Argument. Mit nassen Haaren stellt sich ein DiskuTier auf den Balkon, irgendwie muss man doch krank werden.
Herrlich!!!! Das sag‘ ich Euch! Einfach göttlich.
Es hilft nur nichts.

Ich sitze übrigens dazwischen und freue mich.
Grippal verstopfte Gehörgänge machen das Kreischen so leise…

In diesem Sinne.
Kocht HühnerSuppe!

2 Gedanken zu “Wir grippieren oder Der Typus „Leiden“ in der Brutschaft

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