du kannst sie nicht alle retten…

„du kannst sie nicht alle retten!!“
„und wenn jeder nur einen rettet…?“
„vielleicht…“

da sind wir wieder bei der achtsamkeit.
diese welt lebt schnell, fast rasant und ist vollgestopft mit muss und soll.
primär haben wir unsere eigenen belange im blick. natürlich. und das ist völlig in ordnung.
natürlich fragen wir andere wie es ihnen geht. doch wirklich wahr antworten wenige. das ist schade, aber fast legitim. oft fehlt die grundlage oder gar die zeit für ehrliches von der seele. zu oft wurden belange und nöte lasch vom tisch gewischt. oder einfach übergangen. ‚alles okay‘ ist also angelernt. und das kann niemandem angelastet werden. es ist so ein gesellschaftsding.
es ist an uns zeichen zu deuten, gesprächsbereitschaft zu zeigen, hilfsangebote zu machen. oft hilft wirkliches zuhören, einfach da sein, selten ist rat gefordert denn der redner kommt doch oftmals von allein auf die lösung. vielleicht muss jemand auch mal an die hand genommen werden und begleitet werden. ein weg gewiesen oder gemeinsam bereitet werden.
es ist wenig aufwand. kostet kein geld. nur zeit, die man sich nehmen muss.

wir können nicht für alle und jeden da sein, müssen wir auch nicht. eine einsicht die ich lernen musste. wollte ich doch immer jeden retten, allen zuhören, jeden begleiten, immer parat stehen.
das geht auch gut, eine weile. und dann greift es die eigene substanz an. man vergisst sich selbst, verliert sich in den problemen anderer. erreicht seine eigenen grenzen.
und dann?

da gibt es menschen, die mich arrogant nennen.
arrogant, weil ich zu manchen themen einfach nichts sage oder mich zurücknehme.
das sind dann wieder die menschen die nicht wissen, wie viele nächte ich mit einer freundin,  in meiner küche verbracht habe, als sie mitten in der prüfungszeit, eine depression bekam.
dass ich die bin, die nachts von weinenden freunden aus dem bett geklingelt wird und sofort aufbricht. dass ich die bin, der ein blick reicht, um zu erkennen ‚dass rein gar nichts gut ist‘.
dass ich die bin, die sich immer die zeit nimmt, die ich nicht habe, um zuzuhören. mich zurücknehme und meine sorgen hinten an stelle.
dass ich die bin, die sich für nichts zu schade ist, wenn es anderen wirklich hilft.
dass ich die bin, die türen zuschlägt und sofort wieder öffnet wenn die erde bebt.

dass sind die menschen die mich nicht kennen, die menschen die sich nicht die mühe machen mich kennen zu lernen, sondern nur die oberfläche sehen und nie nach dem warum fragen.

ich helfe gerne. wenn ich kann und man meine Hilfe annehmen möchte.
ich kann nur nicht mehr für alle da sein. um meiner selbst willen.

aber wenn jeder ein bisschen mehr auf sein gegenüber blickt und wahrnimmt… es ist ein weg.

Leute, wir sind nah dran.

(jetzt wissen Sie wieder viel zu viel vom ICH, aber das sollte jetzt egal sein)

2 Gedanken zu “du kannst sie nicht alle retten…

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