Dirty Girl I

Lächelnd beäugt sie den 15 Karäter an ihrem Finger, schlanke Hände, die Nägel kunstvoll bemalt.

Sie wirft die Haare über die Schulter und rückt sich ihren kunstvoll drapierten Busen zurecht. Die Ware will präsentiert werden.  Auch ein Geschenk. Wie alles um sie herum. Die Wohnung, das Cabrio. Der Schmuck, die perfekt frisierten Haare. Ein Leben im Luxus. Ein Leben ohne Entbehrungen. Sie hat was sie braucht, was sie verdient.

Vom Bordstein zu Skyline. In ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen, immer mit dem Blick auf die Anderen, die alles hatten. Setzte sie sich schon in jungen Jahren das Ziel, es später einfach besser zu haben. Statt eine Wohnung in einer Mietskaserne wollte sie eine Eigentumswohnung, ein Cabrio statt einem alten klapprigen Fahrrad. Freiheit, in den Tag hineinleben und nicht morgens in der Frühe Zeitungen austragen damit etwas zum Essen auf den Tisch kommt.

Sie hat ihr Ziel erreicht.

Sie riecht seinen Schweiss. Fühlt seinen alten verlebten Körper auf sich. Vom Wetter gegerbte Hände tatschen ungeschickt an ihrem Körper herum. Auf ihr liegend sößt er seinen kleinen halbsteifen Schwanz in sie hinein. Er ist 62 Jahre alt, Banker und mit seiner Standfestigkeit sieht es auch nicht mehr gut aus. Immer wieder rutsch er aus ihrem jungen Körper, wütend wird er und legt sich schnaufend neben sie. „Nimm ihn in den Mund“ Worte wie Kanonenschüsse. Keine Bitte – ein Befehl. Langsam kniet sie sich auf das Bett, beugt sich über seinen Schwanz, Ekel spiegelt sich in ihren Augen. Sie will es nicht, doch sie hat gestern einen sündhaft teuren Ring gesehen. Ein Muss!!   Geschickt nimmt sie seine kümmerliche Männlichkeit in die Hände, massiert ihn ruhig und besonnen „Meinst Du Schatz,  können wir Morgen vielleicht zum Juwelier in der BrederGasse gehen? Ich habe dort einen wunderschönen Ring gesehen.. biiiiitte! Na komm! Für dein kleines Mäuschen? Ja? “ kokett zwinkernd küsst sie seinen faltigen Sack.

Er kann ihr nicht widerstehen. Sie, die junge Schöne an seiner Seite. Dieses kleine geile Luder. Im Bett ohne Tabu und immer heiss. Optisch eine Göttin. E ist 62 Jahre alt, was kann ihm denn besseres passieren? Seine faltige Ehefrau, ihre Jahre sind gezählt. Das Leben hat Spuren hinterlassen. Schön? Vor Jahrzehnten. Der Zahn der Zeit nagt mit Macht an der alten Vettel. Was sie nicht weiss, macht sie nicht heiss.  Diese kleine heisse Schnecke wertet sein Ego auf. Warum soll er sich das nicht etwas kosten lassen? Das letzte Hemd hat bekanntlich keine Taschen.

„Natürlich mein Täubchen, für Dich doch nur das Beste. Nun komm, sei ein braves Mädchen und mach mich glücklich!“  Sie wendet ihm  ihren keinen festen  Arsch zu und beugt sich über seinen Schwanz. Mit den Lippen fest umschlossen saugt sie an ihm, Leben kehrt zurück in den Kümmerling. Scharf zieht ihr SugarDaddy die Luft zwischen den Zähnen ein. „Alles sollst du haben meine Prinzessin!! Alles was Du Dir wünscht. Oh Gott, bitte hör nicht auf, hör nicht auf. Mach weiter! Na komm schon, nimm ihn tiefer in deinen heissen feuchten Mund!“ Sie muss leicht würgen, er schmeckt einfach widerlich. Faulig, alt, verbraucht.  Sie denkt an den Ring und atmet ruhig durch die Nase. De Würgreiz vergeht und sie versucht sich zu entspannen. Seine schwielige Hand klatscht auf ihre Arschbacke. Es geht ihm nicht schnell genug. Sie erhöht das Tempo, packt fester zu, ihre Zunge spielt nekkisch an seiner Spitze. Schneller und emsiger, immer in Richtung Ziel. Er beisst ihr in den Schenkel. Es schmerzt, doch sie blendet es aus. Im Kopf nur der Ring, der Luxus. Nichts anderes zählt mehr. Nach schier endlosen Minuten, schwitzigem Gestöhne seinerseits, Überwindung ihrerseits ergiesst er sich endlich in ihren Mund. Würgend schluckt sie das abgestandene Sperma runter und greift nach dem Glas Wein auf dem Nachtisch, trinkt einen Tiefen Schluck um den Geschmack loszuwerden. Sie schüttelt sich vor Ekel. Was muss das muss, für seine Wünsche muss man arbeiten. Ein Gedanke, aussprechen würde sie ihn nie.

Lächelnd schmiegt sie sich in seine Arme, er ist feucht und klebrig und riecht nach altem Mann. Sie denkt nur an Morgen. „11 Uhr Morgen? Ja? Du holst mich doch ab Bärchen? Den Ring musst Du sehen…“ „Ja Mäuschen!! Du bekommst ihn doch!! Du hast mich heute sehr glücklich gemacht!“ Schmatzend dreht er sich auf die Seite. Sie blickt an die Decke. Ziel erreicht.

Gemeinsam flanieren sie durch die Stadt, sie lächelt volle Vorfreude, gleich ist es soweit! Ein weiteres Stück mit dem sie sich schmücken kann. Ein weiteres Stück, dass sie von ihrem alten Leben trennt. Er lächelt in die Welt, führt stolz sein persönliches Schmuckstück spazieren.

Vor de Tür eines Billigladens sieht sie zwei ältere Herrschaften sehen, offensichtlich ärmlich, alt wirkende Bekleidung. Grau und farblos. Tüten eines Discounters in der Hand schleppend Richtung Busstation. Schnell dreht sie sich weg.

Es sind ihre Eltern

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